17. November 2009 – 10:57
Falls Sie sich fragen, ob FrameScript/ElmScript nur für »Amateure« geeignet ist, die nicht mit C »echte« Plug-ins für FrameMaker programmieren können, schauen Sie sich auf cap-studio.de die Liste der Firmen an, für die ich FrameScript in den letzten 10 Jahren beschaffen durfte, und die das Plug-in einsetzen oder eingesetzt haben. Dienstleister aus dem Umfeld der technischen Dokumentation und Übersetzung sind in der Liste nicht vertreten.
Die interne Build-Nummer wurde hochgesetzt, nichts aber die Versionsnummer selbst, damit nicht alle Anwender einen Update-Hinweis bekommen. Die Korrekturen betreffen — nach Einschätzung von FML — nur eine sehr kleine Anwendergruppe:
- Beim Kommando
Update TextInset werden nun bei Angabe eines DocObjectalle Texteinschübe des Dokuments aktualisiert werden:
Update TextInset(lvDoc);
- FrameMaker 9: Das Kommando
Loop ForEach(BookComponent) berücksichtigt nun auch Gruppen und Ordner, die in Büchern angelegt sein können.
- Das Hilfsprogramm RunEslBatch.exe wurde für die Verwendung mit FrameMaker 9 aktualisiert.
Der Download steht ab sofort auch hier unter Download zur Verfügung.
In Vorführungen und Schulungen habe ich mich gelegentlich erfreut darüber geäußert, wie laufende Skripte FrameMakers Prozessorauslastung auf 100% treiben: »Endlich arbeitet der Computer einmal für Sie, statt immer nur zu warten!«
Das ist an sich auch wunderbar, außer im Zusammenhang mit der PDF-Erstellung, denn hier ist das Zusammenspiel von FrameMaker und Acrobat Distiller anscheinend etwas empfindlich. Beim Erstellen vieler PDF-Dateien mittels
Save Book BookObject(lvBook)
File(ESys.RemoveFileExtension{lvBook.Name, 'pdf'})
FileType(SaveFmtPdf);
kommt es in unregelmäßigen Abständen zu Abstürzen von FrameMaker oder zu Fehlermeldungen bei Distiller. Im Handbetrieb ließen sich die erzeugten temporären PostScript-Dateien immer problemlos verarbeiten. Im Rahmen eines größeren Automationsprojekts (siehe Bericht »21 Sprachen, 63 PDF-Dateien, 84 Onlinehilfen«) war das…, ähem, [Achtung: Schönsprech] hinderlich [/].
Aufgrund einer Eingebung versuchte ich es einmal mit Pausen:
Exec Wait Seconds(1);
Und siehe da: Ein paar verstreute Pausen vor und nach den Befehlen Update und Save verschaffen FrameMaker und Distiller die nötige Luft (zum Atmen?) und damit lassen sich auch PDF-Stapel-Produktionen fehlerfrei abwickeln.
Wenn Sie umfangreichere Skripte laufen lassen, können Sie die (gefühlte) Reaktionszeit des System auch durch folgenden Befehl verbessern:
Run ESys.Idle;
Dies verschafft Windows Gelegenheit, andere anstehende Prozesse (zum Beispiel das Aktualisieren von Fenstern) abzuarbeiten. So können Sie Ihre Skripte zu »sozialerem« Verhalten bringen.
Für Anwender mit mindestens fünf Lizenzen gibt es einen speziellen Lizenzschlüssel, der ohne Online-Aktivierung auskommt. Wie man die einzelnen Arbeitsplätze dann — neben der weiterhin möglichen manuellen Eingabe pro Arbeitsplatz — auch automatisiert aktivieren kann, habe ich in einem Artikel beschrieben:
Alle Automatisierer unter den Skriptern kennen die nicht wirklich automatische Vorgabeseitenzuweisung, da hierbei immer dieser ominöse Dialog auftaucht:

Ich verwende seit Jahren eine kostenfreie Version des Programms PTFB (»Push That Freakin’ Button!«) von Technology Lighthouse, die mir den Button nach einer Sekunde Wartezeit wegklickt.

Per Zufall habe ich mitbekommen, dass es neben der aktuellen Pro-Version auf auch die kostenfreie Version noch zum Download gibt, und zwar auf den Seiten des Magazins PC WORLD:
Wer weiß, wie lange noch…